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ESG Reporting

Wie Sie mit der SASB-Berichterstattung am besten beginnen

26. Juli 2023

Das Sustainability Accounting Standards Board (SASB) stellt einen der weltweit führenden Standards für die ESG-Berichterstattung dar. Sein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Überbrückung der Kluft zwischen nichtfinanziellen Informationen und finanziellem Wert. Er wurde erstmals 2011 entwickelt und soll ein globaler Maßstab für Rechnungslegungsstandards sein, die finanziell wesentliche ESG-Informationen einbeziehen. Heute werden die SASB-Standards in mehr als 70 Ländern angewendet.

Die Struktur der Normen

Bei den SASB-Standards handelt es sich um eine Reihe von 77 branchenspezifischen Leitlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie sind frei zugänglich und können barrierefrei heruntergeladen werden. Wie bei anderen Rahmenwerken für die Berichterstattung ist auch bei dem Sustainability Accounting Standards Board die Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsinformationen für den Berichterstattungsprozess von zentraler Bedeutung.

Jeder Standard des SASB enthält detaillierte Leitlinien zu den Offenlegungsthemen, die für die einzelnen Branchen als besonders wichtig eingestuft wurden. Diese werden von quantitativen und/oder qualitativen Rechnungslegungskennzahlen begleitet, um die Leistung bei jedem dieser Themen zu messen.

Die Rechnungslegungsmetriken werden durch technische Protokolle unterstützt, in denen die Definitionen, der Umfang, die Umsetzung, die Zusammenstellung und die Präsentation der Daten im Einzelnen festgelegt sind. Diese Protokolle bilden die Grundlage für Prüfungen durch Dritte. Die Tätigkeitsmetriken werden zur Normalisierung der Daten verwendet, um sie vergleichbar zu machen.

Die obigen Ausführungen bilden das Grundgerüst der SASB-Standards. Dazu stehen auch unterstützende Ressourcen zur Verfügung, wie z.B. der SASB Materiality Finder. Dieser hilft Organisationen, die wichtigsten Themen für ihr Unternehmen zu bestimmen. Das interaktive Instrument analysiert die Relevanz von 26 Sustainability-Themen in fünf Dimensionen:

Ein weiteres Instrument des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) ist die sogenannte Materiality Map. Sie stellt das Verhältnis der Wesentlichkeit für die 26 Themen für jede der 77 Branchen, die im Rahmenwerk abgedeckt sind, dar. Die berichterstattenden Organisationen sollten natürlich nach wie vor eine umfassende Wesentlichkeitsbewertung durchführen, allerdings ist das Instrument eine gute Möglichkeit, die Schwerpunktbereiche einzugrenzen.

Die SASB-Standards sind anlegerorientiert, wobei die Wesentlichkeit in erster Linie von der Relevanz für Anleger und den finanziellen Auswirkungen abhängt. Daher eignen sie sich besonders für die Entwicklung von Berichten für Investoren, obwohl sie universell anwendbar sind.

Festlegung der Grenzen und des Formats der Berichterstattung

In den SASB-Standards wird die Nachhaltigkeit durch eine buchhalterische Brille betrachtet, sodass alle Finanzkennzahlen denen des Jahresabschlusses entsprechen sollten. Ein Teil des Datenerfassungsprozesses sollte als erste Schritte darin bestehen, individuelle Maßeinheiten auszuwählen und zu standardisieren, Unsicherheiten und verwendete Schätzungen zu erläutern sowie den Berichtszeitraum und das Unternehmen zu definieren. Zu Beginn des Berichtsprozesses sollte eine Bestandsaufnahme der von den Standards empfohlenen Rechnungslegungs- und Aktivitätskennzahlen, einschließlich der normalisierten Daten, vorgenommen werden.

Um die Kontrolle über die Datenerfassung und den Berichtsprozess zu behalten, können in dieser Phase externe Berater hilfreich sein. Die Metriken und technischen Protokolle der Normen können sehr umfangreich sein, vor allem, wenn es viele wesentliche SASB-Themen gibt. Hier kommen Ihnen Technologien zur Datenautomatisierung und Berichterstattung zur Hand. Die SASB-Standards sind mit anderen anerkannten Rahmenwerken für die Berichterstattung kompatibel, z. B. mit den Standards der Global Reporting Initiative(GRI).

Im Einklang mit dem Anstieg der digitalen Berichterstattung hat das SASB eine XBRL-Taxonomie entwickelt, die als zusätzlicher Leitfaden dient. Dieser Leitfaden kann kostenlos heruntergeladen werden. Er wird für Unternehmen nützlich sein, die den EU-Rechtsvorschriften über Kennzeichnungsanforderungen unterliegen, wie sie beispielsweise in den jüngsten Änderungen der CSRD gefordert werden.

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