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ESG Reporting

Alles über die SEC-Vorschriften zur Offenlegung des Klimas

Juli 24, 2023

Börsennotierte Unternehmen in den USA werden gesetzlich verpflichtet sein, ihren Emissionsfußabdruck, ihre Klimarisiken und ihre Klimaschutzstrategien offenzulegen. Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) hat einen Vorschlag für verpflichtende Klimaangaben veröffentlicht, dessen Umsetzung für Ende 2022 vorgesehen ist.

Dies signalisiert einen bedeutenden Wandel in der Behandlung der Klimaberichterstattung - von der Freiwilligkeit zur Pflicht. Darüber hinaus werden die SEC-Vorschriften zur Klimaberichterstattung die Rechenschaftspflicht der Unternehmen in der weltweit größten Nation, die Kohlenstoffemissionen produziert, beschleunigen. Dies ist ein positiver Schritt in Richtung einer stärkeren Berücksichtigung von Klimaaspekten als Teil der Geschäftstätigkeit und entspricht dem Wunsch der Anleger nach klimaresistenten Investitionen.

Welche Angaben müssen gemacht werden?

Die SEC-Vorschriften zur Offenlegung von Klimadaten basieren auf den Empfehlungen der Taskforce for Climate-related Financial Disclosures(TCFD) und des GHG-Protokolls. Sie verlangen daher von den Unternehmen, dass sie Informationen zu diesen Schlüsselbereichen der Klimaberichterstattung bereitstellen:

  • Klimagovernance innerhalb der Organisation: Fachwissen und Aufsicht über Klimarisiken und eine Beschreibung der Prozesse, mit denen diese Risiken gesteuert werden
  • Risikoermittlung und -methodik: die klimabezogenen Risiken, die für das Geschäft und das finanzielle Ergebnis wesentlich sind, und eine Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung dieserRisiken
  • Auswirkungen auf das Geschäftsmodell und die Strategie: die ermittelten Klimarisiken und wie sie sich auf das Geschäft auswirken werden, einschließlich desverwendetenAnalyseverfahrens oder der Methodik
  • Pläne für den Übergang zum Klima: Ziele und Vorgaben zur Abschwächung von und Anpassung an Klimarisiken, einschließlich desBasisjahres
  • Klimarelevante Jahresabschlüsse: die finanziellen Auswirkungen klimarelevanter Ereignisse und Übergangspläne in den Jahresabschlüssen

Die Verordnung richtet sich an Unternehmen, die unterschiedlich gut auf den Klimawandel vorbereitet sind. Sie legt spezifische Anforderungen fest, je nachdem, ob Unternehmen mit der Offenlegung von THG-Emissionen beginnen oder bereits Szenarioanalysen und Übergangspläne in ihren Klimastrategien umsetzen. Während alle Unternehmen Scope-1- und Scope-2-Emissionen offenlegen müssen, gibt es bei den Scope-3-Emissionen eine gewisse Flexibilität. Unternehmen müssen Scope-3-Emissionen nur dann offenlegen, wenn sie für das Unternehmen von Bedeutung oder Teil ihrer Emissionsminderungsstrategie sind.

Verwendet ein Unternehmen einen internen Kohlenstoffpreis, so muss es das Verfahren zur Festlegung des Preises sowie dessen Begründung und Auswirkungen auf das Unternehmen offenlegen. Die Unternehmen müssen auch die Rolle und die Kosten von Emissionsgutschriften oder Zertifikaten für erneuerbare Energien erläutern, wenn diese Teil ihrer Strategie zur Emissionsreduzierung sind.

Wie können sich Unternehmen darauf vorbereiten?

Scope-3-Emissionen sind definiert als Emissionen, die aus Anlagen stammen, die außerhalb der betrieblichen Kontrolle des Unternehmens liegen, und sind daher von Natur aus komplizierter zu überwachen und zu reduzieren. Dennoch machen sie häufig den größten Teil der Gesamtemissionen aus. Die Offenlegung von Scope-3-Emissionen wird für Unternehmen schrittweise verpflichtend sein. Den Unternehmen wird empfohlen, zur Vorbereitung auf diese Anforderungen Fähigkeiten zur Erstellung von Kohlenstoffbilanzen auf der Grundlage des GHG-Protokolls zu entwickeln.

Um Klimarisiken zu erkennen, müssen wir die Risiken für Unternehmen über längere Zeiträume hinweg verstehen. Diese Risiken entsprechen möglicherweise nicht den traditionellen Finanzzyklen. Die Übersetzung dieser Risiken in finanzielle Begriffe erfordert Fachwissen über Instrumente wie die Szenarioanalyse.

Um diese Risiken in finanzielle Begriffe zu übersetzen, sind Kenntnisse über Instrumente wie die Szenarioanalyse erforderlich. Unternehmen, die sich auf eine Szenarioanalyse vorbereiten, sollten damit beginnen, die qualitativen und quantitativen Daten zu sammeln, die für solide Modellierungsübungen erforderlich sind.

Der Vorschlag der SEC verlangt die Offenlegung von Klimainformationen direkt in den Jahresabschlüssen. Der Aufbau von Fachwissen im Bereich der Finanzmodellierung von Klimarisiken wird ein enormer Vorteil sein. Die Unternehmen müssen auch die Richtigkeit ihrer Angaben nachweisen, so dass es entscheidend ist, dass die Daten stimmen. Zu diesem Zweck werden immer mehr Unternehmen ihre Überwachungs- und Berichterstattungsmöglichkeiten mit Hilfe leistungsstarker Daten- und Analysetools verbessern.

Wie wir Ihnen helfen

  • Wir erläutern die SEC-Vorschriften über die Offenlegung von Klimadaten und andere ähnliche Richtlinien/Rahmenwerke zum Thema Klima und helfen Ihnen zu verstehen, welche Daten Sie sammeln müssen, um die Anforderungen zu erfüllen.
  • Wir führen Sie durch die Daten, die für die TCFD-Offenlegungen benötigt werden, und sammeln und organisieren diese Daten, um einen formatierten Bericht zu erstellen.
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  • Wir helfen Ihnen bei der Erfüllung der Informationsanforderungen von Regulierungsbehörden und gewährleisten den Schutz geschäftskritischer Informationen, z. B. über Ihr Lieferantennetz.

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